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Am vergangenen Samstag fand in Lübeck der Saisonhöhepunkt der Karatekämpfer unter 14 Jahren statt. Alle Bundesländer hatten ihre besten Sportler in die Hansestadt entsandt, um in den verschiedenen Gewichtsklassen ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Robin ging hochmotiviert in diese Meisterschaft, hatte er doch hart auf diesen Tag hingearbeitet. So verbrachte er mit weiteren unserer Sportler seine erste Herbstferienwoche in Liege/Belgien, um bei Junior Lefevré zu trainieren. Dass sich dieser Einsatzauszahlen sollte, zeigte sich am Samstag. In der mit 34 Starten am stärksten besetzten Kategorie der Jungen -48kg überzeugte er in der Auftaktbegegnung gegen einen Sportler aus Rheinland-Pfalz mit einem ungefährdeten 3:0 Sieg. Auch im folgenden Kampf ließ er seinem Gegenüber aus Niedersachsen keine Chance zu punkten und überraschte diesen immer wieder mit schnellen Fausttechnicken. So zog er mit einem eindeutigen 4:0 Sieg in die nächste Runde ein.

Der Halbfinalkampf wurde nun umso spannender. Nachdem in der regulären Kampfzeit von 90 Sekunden weder Robin noch sein Kontrahent eine Wertung erzielen konnten, nutzte Robin in der einminütigen Verlängerung seine Chance und zog mit 2:0 ins Finale ein. Zwar hatte erhier gegen den Starter aus Oberhausen, der sich bereits in den Vorjahren Topplatzierungen erkämpfen konnte, das Nachsehen, freute sich aber über die verdiente Silbermedaille, mit welcher er selbst wohl am wenigsten gerechnet hatte.

Für Aufsehen sorgte an diesem Tag auch Olivia bei den Mädchen über 50kg. Ihre erste Begegnung gegen eine Kämpferin aus Ravensburg entschied sie klar mit 6:1 für sich, bevor sie im folgenden Kampf auf die Zweitplatzierte des Vorjahres aus Thüringen traf. Hier hielt Olivia sehr gut mit, musste sich aber nach Ablauf der Kampfzeit denkbar knapp mit 0:1 geschlagen geben. Da die Thüringerin sich in der Folge den Titel erkämpfen konnte, ergab sich für Olivia die Möglichkeit, sich über die Trostrunde auf das Treppchen vorzukämpfen. Den ersten Kampf gegen eine Starterin aus Bayern gewann Olivia deutlich mit 4:1. Im entscheidenden Kampf um Bronze stand sie nun einer Hessin gegenüber, die im Vorjahr Bronze ihr Eigen nennen konnte. Zwar zeigte Olivia hier großen Kampfeswillen, doch am Ende war es erneut die Hessin, die auf dem Siegerpodest stand. Für Olivia bedeutete dies am Ende einen respektablen fünften Platz und gleichzeitig die zweitbeste sächsische Platzierung in einem starken Teilnehmerfeld.

Bei unseren anderen Kämpfern reichte es dieses Mal nicht für eine Platzierung weiter vorn. Johanna und Paula-Sophie konnten zwar jeweils ihren ersten Kampf gewinnen, schieden aber in der zweiten Runde aus. Jasmin und Aileen führten lange Zeit, ließen sich diese Führung jedoch abnehmen und schieden knapp in der ersten Runde aus. Und auch Selina, die durch eine gebrochene Zehe gehandicapt war, kam über die erste Runde nicht hinaus und landete am Ende über die Trostrunde auf Rang 9.

Besonders schade war der Ausgang ihrer ersten Deutschen Meisterschaft für Lilli. Nachdem sie am Freitag beim Wiegen etwas zu schwer war und Samstag Morgen mit Anja erneut laufen ging, um den heiß ersehnten Stempel auf ihrer Startnummer zu erhalten, reichte ihr Kampfgeist leider nicht aus, die nächste Runde zu erreichen.

Mit der Silbermedaille von Robin und den zwei fünften Plätzen von Olivia und Jonas (Bautzen) landete Sachsen im Medaillenspiegel auf Rang 11.
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